kuboleon  
 
 
 
 

Beitrag zur Luminale, Frankfurt am Main, April 2010

„Den Kuben folgen“


Drei Tage Licht-Wanderung entlang der Frankfurter Wallanlagen
Einladung zum Spaziergang, Intervention im Stadtraum


Lichtobjekt:  „Kuboleon“
Maße: Würfel 23cm x 23cm x 23cm
Material: Acrylglas, weiß, transluzent, Aluminium blank, mit integrierter RGB-LED Steuerung
Lichtsteuerung: Farbveränderung des ganzen Objektes durch  Lageveränderung des Objekts
Licht: RGB-LED Steuerung mit Akku betriebener Stromversorgung
Anzahl: 14 Objekte

Ort:
Die Frankfurter Wallanlagen lassen sich in fünf relativ gleichmäßige Segmente aufteilen. In drei dieser fünf Segmente wird von einem festdefiniertem Ausgangspunkt eine Wanderung entlang der Wallanlagen und in die angrenzenden Bebauungen begonnen. Zielpunkt unbekannt.

Zeit:
3 Abende/Nächte Spielzeit, jeweils zweimal je Abend findet ab ca. 20:00 Uhr eine performative Wanderung statt. Die Spielzeit beträgt ca. 30min und 30 min Pause.


Installation:
An dem Ausgangspunkt sind die Lichtobjekte vor Spielbeginn in einer raumumgreifenden Installation aufgestellt und in Festfarben gestartet. Zum Spielbeginn werden die Objekte mittels performativen Bewegungen verlagert. Neue Raumstrukturen werden durch PerformerInnen nach einer Objektchoreografie entwickelt. Ziel ist den vorgefundenen Raum neu zu definieren und umzustrukturieren. Die PerformerInnen geben den Rhythmus und die Komposition vor, bestimmen die Farbenwechsel und das Tempo. Neue Situationen des Stadtraumes werden aus architektonischen und gestalterischen Gesichtspunkte beleuchtet.
Details des Raumes werden entdeckt, Orte besonders ins Licht gesetzt oder in Dissonanz gegenübergestellt. Im Voraus wurden bestimmte Orte ausgewählt, Objektkomposition und deren Abläufe entworfen, fließende und lineare Übergänge wechseln sich mit schnellen und abrupten Einstellungen ab.
Die PerformerInnen sind sichtbar und interagieren mit dem Publikum, die Betrachter können zu Akteuren werden. Nach dem performativen Spaziergang bleiben die Objekte in der letzten eingerichteten Komposition stehen und laden das Publikum ein, selber zu komponieren.
Aktion:
Die Lichtwürfel werden auf eine bestimmte Seite gelegt. Jede Lage bestimmt eine Grundfarbe z.B. Blau. Bei der Bewegung des Objektes kann durch Drehung eine andere Farbe eingestellt werden.

Konzept:
Die Installation ist ein Versuch einer analogen Interpretation des Raumes. Die Lichtobjekte und der Umgang mit diesen sollen keinen technischen Charakter ausstrahlen. Klar definierte Grundelemente werden in den Raum gebracht. In den Stunden der Nacht verwischen die räumlichen vorgegebenen Strukturen der Stadt (Strassen, Strassenmöbel, Landschaftsarchitektur). Mit dem Eintritt der Nacht bilden die Würfel neue Angelpunkte für andere Räume und Raumeinheiten. Mit dieser wandelbaren Objektchoreographie entsteht ein inszenierter Parcours.


Akteure:
Claire Terrien, Architektin, Bühnenbildnerin, Lichtdesignerin.
Jana Heilmann, Künstlerin, Performerin, Tänzerin.

Objektdesign und Technik:
Artronis Visualisierung, Samuel Kress, Heiko Henning